Österreich zählt heutzutage zu den reichsten Ländern der Welt, aber während dieser Reichtum immer weiter zunimmt, wächst auch die Zahl der Armen ständig weiter an. In Österreich ist die Schere zwischen Reich und Arm sehr groß und sie wächst auch stetig weiter. Im Jahr 2012 waren etwa 14,4% der Österreicher armutsgefährdet.
Was bedeutet Armut für mich?
Meiner Meinung ist man nicht „arm“, wenn man nicht das größte Haus oder das neueste Handy hat, sondern wenn man nicht mehr in der Lage ist anfallende Alltagskosten zu zahlen. Ich denke Menschen gehören dann zu den Armutsgefährdeten, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich ein eigenes Zuhause und Lebensmittel leisten zu können. Weiters bin ich der Meinung, dass auch Menschen, die zum Beispiel nicht sofort ihr Auto reparieren können oder andere Kosten, die plötzlich auftreten, zahlen können, schon als arm definiert werden können.
Wo gibt es Armut in meiner Lebenswelt?
In meinem familiären und persönlichen Umfeld leidet keiner unter Armut. Natürlich kenne ich Leute, die nicht in der Lage sind ständig in den Urlaub zu fahren oder sich ständig ein neues Handy zu kaufen oder sein Altes zu ersetzen, aber für mich bedeutet das noch lange nicht, dass sie deshalb arm sind.
Wenn ich jedoch in meinem Heimatbezirk Simmering die Straßen entlang gehe, begegne ich sehr vielen Obdachlosen, die am Boden sitzen oder manchmal auch liegen und jeden ansprechen, um Geld zu bekommen. Ich finde die Tatsache, dass manche Menschen wirklich täglich betteln und auch auf der Straße schlafen müssen schrecklich und finde es sollte viel mehr geholfen werden.
Wie gehe ich mit offensichtlicher Armut um?
Wie vorher bereits erwähnt, begegne ich sehr häufig Obdachlosen und mache mir auch sehr oft Gedanken, wie lange er oder sie wohl schon nichts gegessen oder getrunken hat. Jedoch gehe ich meistens trotzdem nur vorbei, weil ich schon oft gehört habe, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich einfach schmutzige und kaputte Sachen anzuziehen, um sich was dazuverdienen und ich möchte diese Schmarotzer nicht sponsoren. Wenn ich einem Obdachlosen etwas gebe, dann ist es meistens etwas zum Essen oder zum Trinken, da ich mir denke, dass sie sich mit dem Geld was ich ihnen geben würde womöglich nichts sinnvolles kaufen würden.
Sollen Bettelverbote eingeführt werden?
Ich weiß, dass schon sehr lange über ein Bettelverbot in Österreich diskutiert wird. Meiner Meinung nach soll dieses Verbot aber nicht durchgesetzt werden, um den Bettlern in irgendeiner Weise zu helfen, sondern um unser Land besser darzustellen und das die Armut nicht so öffentlich dargestellt wird.
Mir ist durchaus bewusst, dass es viele Schmarotzer gibt und es nicht den besten Anschein macht, wenn die Simmeringer Hauptstraße entlang Obdachlose am Boden sitzen, aber ich finde diese Menschen können nichts dafür und ihnen sollte wenigsten geholfen werden und es nicht noch schlimmer machen. Ich denke durch dieses Verbot nimmt man manchen armen Menschen die letzte Möglichkeit, sich doch etwas zum Essen oder zum Trinken kaufen zu können und zu überleben. Ich versteh auch die Vorurteile gegen Bettler nicht, weil niemand, der diese Menschen auf der Straße sieht, weiß wie sie dahin gekommen sind.
"Ideen gegen Armut"
Ich habe mich über die Möglichkeiten in Österreich und speziell in Wien informiert, die arme Menschen nutzen können. Ich habe sehr viele Initiativen gefunden, die genau diesen Menschen helfen wollen.
Ich habe mir eine ausgesucht und möchte mehr auf diese eingehen:
Wiener Tafel -> Diese Organisation sammelt mit freiwilligen Helfern Lebensmittel von Supermärkten oder Bäckereien ein, die nicht mehr benötigt werden, und teilt sie an bedürftige Menschen gratis aus. Zum Beispiel werden Produkte, die kurz vor dem Ablaufdatum oder Brot, dass bis Ladeschluss nicht verkauft wurde, eingesammelt, weil es armen Leute egal ist und die Lebensmittel noch immer gut sind. Ich finde die Organisation leistet tolle Arbeit und jeder, der hier oder bei einer anderen mithilft, hat meinen größten Respekt verdient. Ich habe bereits einen Einblick in die Arbeit der Wiener Tafel gehabt und würde auch bei genug Freizeit sicher noch einmal mithelfen.
Selbstbeurteilung
Ich habe mir diesen Arbeitsauftrag ausgesucht, da ich dieses Thema sehr interessant finde und es auch sehr viele Menschen in Österreich betrifft. Ich wollte durch diesen Arbeitsauftrag noch mehr über die Armut herausfinden und auch die Möglichkeiten der Betroffen veranschaulichen. Ich finde ich habe mich mit dem Thema gut auseinandergesetzt und habe die Fragen ausführlich beantwortet.
Liebe Marlene,
AntwortenLöschenIch finde auch, dass dir dieser Arbeitsauftrag super gelungen ist und du ausführlich gearbeitet hast! Ich hoffe du bist dabei, wenn wir mit der Klasse gemeinsam die Wiener Tafel besuchen und dort vor Ort noch mehr über das Projekt erfahren können! Mach weiter so!