SchülerInnen gestalten Wandel

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Sonntag, 12. April 2015

Meine berufliche Zukunft - Julia Scharler

Was sind meine Pläne?
Mein Plan ist es Feuerwehrfrau zu werden, wenn möglich sogar Feuerwehroffizierin. Dafür ist mein erstes Ziel die Matura positiv abzuschließen damit in studieren kann. Derzeit habe ich mich noch nicht für eine Studienrichtung entschieden, aber ich tendiere dazu entweder High Tech Manufacturing    am FH Campus Wien oder Bauingenieurwesen an de TU Wien zu wählen. Studieren ist für die Feuerwehr zwar nicht notwendig, aber da man erst ab 20 dort anfangen kann will ich die Zeit sinnvoll nützen. Außerdem kann man mit einem abgeschlossenem Studium Offizierin werden. Ein weiterer Grund für das Studium ist einen Plan B zu haben weswegen ich auch ein Studium wähle das mich wirklich interessiert und nicht nur das ich Offizieren werden kann. Ein weiterer Plan ist körperlich so fit zu werden das mich der Beruf dann nicht überanstrengt, weil es sehr anspruchsvoll ist. Ein weiterer Grund sportlicher zu werden ist der Aufnahmetest. Beim schriftlichen Teil habe ich keine Bedenken, aber beim körperlichen Test weiß ich, dass ich noch besser werden muss. Mein Plan war es auch einen Job zu haben wo ich nicht in einem Büro sitze oder die ganze Zeit nur in einem Shop stehe, aber trotzdem mein Gehirn einschalten muss.


Wie wichtig ist es für mich zu wissen was ich nach der Matura mache?
Für mich ist es schon wichtig zu wissen was ich später einmal machen will. In der achten Klasse muss man sich dann an der jeweiligen FH/Uni bewerben und wenn man bis dahin keine Idee hat wäre das glaube ich unvorteilhaft. Ich glaube auch das es wichtig ist es in der siebten Klasse schon zu wissen, weil man für diese Entscheidung auch Zeit braucht um es eventuell nochmal zu überdenken. Ich für meinen Teil hatte dieses Jahr schon die unterschiedlichsten Berufsvorstellungen, hab aber alle wieder verworfen, weil sie doch nicht so ganz gepasst haben. Ich hoffe dieses Mal ist es nicht so.


Fühlst du dich unter Druck gesetzt oder siehst du das ganze eher relaxt?
Irgendwie beides. Zum einen unter Druck gesetzt, weil man sich bald entscheiden muss und wenn schon die meisten in deinem Umfeld eine Richtung wissen und du noch nicht dann kann das schon etwas unruhig machen. Zum Anderen sehe ich es aber auch relaxt, weil ich nichts überstürzen will und zwanghaft einen Weg suche, weil mir das selber nichts bringt. Außerdem glaube ich das wenn man es auf sich zukommen lässt vielleicht eher das Richtige für einen findet, weil es so viele Möglichkeiten gibt und nicht alle gleichzeitig entdecken kann. 

Wer sind deine wichtigsten AnsprechpartnerInnen? Wer oder was beeinflusst dich am meisten?
Der wichtigste Ansprechpartner ist für mich mein Bruder. Er ist selber Feuerwehrmann und setzt sich dadurch sehr für mich ein. Er war mit mir auf der Hauptwache hat mir alles gezeigt und erklärt und ich hab durch ihn jetzt auch einige andere Feuerwehrmänner kennengelernt. Auch wichtig für mich ist seine Verlobte die Feuerwehrfrau ist. Durch sie sehe ich auch das Frauen diesen Job machen können ohne das sie sich überanstrengen. Durch die Hilfe von meinem Bruder fühle ich mich immer mehr bestärkt diesen Weg zu gehen. Mein Bruder ist außerdem ein wichtiger Ansprechpartner, weil er mein Firmpate war, was für mich heißt das er mich auf meinen ganzen Lebensweg berät und unterstützt was er in diesem Fall sehr gut macht. Meine Eltern haben auf meinen Weg nicht so einen großen Einfluss. Mein Vater schon noch mehr weil er sich dafür interessiert mir aber in dem Fall nicht viel helfen kann. Meine Mutter ist zwar nicht dagegen das ich zur Feuerwehr gehe, aber wirklich unterstützen tut sie mich auch nicht. Den meisten denen ich erzähle das ich zur Feuerwehr gehen sind eher überrascht und mein kleiner Bruder hat zum Beispiel gesagt "Aber dann musst du ja ein Mann sein." aber ich versuche mich davon nicht beeinflussen zu lassen und meinen Weg zu gehen.

Welche Rolle spielt die Schule und Berufsorientierung bei dieser Entscheidung? 
Hilfreich bei der Vorbereitung und speziell bei der Berufsorientierung ist sicherlich das man einen Lebenslauf/Motivationsschreiben schreibt, weil es noch jemand sieht und somit auch mal eine Kontrolle hat ob es so überhaupt passt. Man wird sich auch bewusst welche Stärken und Schwächen man hat, was mir besonders bei meinem Vorstellungsgespräch für meinen Sommerjob aufgefallen ist und sicherlich geholfen hat das man sich das schon mal überlegt hat. Aber alles andere halte ich leider eher für Zeitverschwendung. Ich glaube wir haben viermal einen Selbstbild-Fremdbild-Bogen ausfüllen müssen und irgendwann ist das nicht mehr hilfreich sondern einfach nur mehr nervig. Den Großteil haben wir jetzt schon 3-4 Mal gehört und es hätte beim zweiten Mal schon gereicht. Die Berufsorientierung hilft eigentlich auch in beiden Fällen nicht weiter. Wenn man noch nicht weiß was man später einmal machen will (wie es bei mir die meiste Zeit war) hat es mir nichts gebracht zu wissen welche FHs, Unis, usw. es gibt, weil ich nicht wusste in welche Richtung ich gehen will. Jetzt da ich weiß was ich werden will hilft es mir auch nicht weiter, weil um mich für eine Ausbildung zu entscheiden muss ich das dort mal selbst gesehen haben und mir ein eigenes Bild gemacht haben sei es die Räumlichkeiten anzuschauen oder mit den Professoren/Studenten zu reden und nicht nur zu hören bekommen was man dort so alles machen kann. Von dem her ist die "Berufsorientierung" an der Schule sicherlich noch verbesserungsfähig. 

Das Leben nach der Schule 
Wie gesagt will ich nach der Schule studieren. Ich glaube, dass ich am Anfang überfordert sein werde weil ich bis jetzt nichts Technisches gemacht habe und deswegen eigentlich null Ahnung habe. Deswegen stell ich mir das Studentenleben zumindest für den Anfang eher anstrengend vor. Vor allem weil ein großes Ziel von mir ist auszuziehen, weil ich endlich nicht mehr bei meinen Eltern leben möchte. Da das auch finanziert werden muss werden ich mir auch einen Nebenjob suchen müssen. Zum Glück werde ich in dieser Hinsicht vor allem durch meinen Vater sehr unterstützt, weil er dafür ist das ich unabhängig von meiner Mutter werde. Ich hoffe das ich in einem Studentenheim oder einer WG leben kann, weil es sonst finanziell glaube ich nicht möglich wäre. Am Anfang stelle ich mir das Studentenleben eher stressig und chaotisch vor, aber ab dem zweiten oder dritten Semester legt sich das glaub ich und wird eine echt coole Zeit.

Karrierepläne
Wie schon erwähnt will ich Feuerwehroffizierin werden. Das heißt für mich das ich sportlich sein muss und nicht mit dem Trainieren aufzuhören. Wenn ich wirklich Offizierin werde bedeutet das auch Verantwortung zu übernehmen, weil man dann bei Großeinsätzen verantwortlich ist und wenn etwas schiefgeht ist man selbst daran Schuld. Auch seelisch muss man stark sein, weil was ich von meinem Bruder gehört habe, hat er auch schon einige Tote gesehen und ich glaube nicht das man das einfach so runterschlucken kann. Der Job bringt auch einen 24-Stundendienst mit sich. Man hat da zwischendurch zwar auch Pausen in denen man Zeit hat zu trainieren, essen, schlafen usw. aber man muss doch den Großteil des Dienstes einsatzbereit sein, was sehr strapazierend sein kann. 



1. Beurteilungsraster

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Analyse der persönlichen Situation
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Reflexion des Einflusses von außen (Eltern, Schule, etc.)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Zukunftsreflexion
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig

2. Persönlicher Kommentar
Mir persönlich hat die Erstellung dieses Beitrags mehr gefallen als die anderen. Wenn man weiß was man machen will glaube ich ist das ein guter Weg mal alles aufzuschreiben und nochmal durchzudenken. Ich habe auch bemerkt wem ich da vor allem zu danken habe. Ich habe versucht alles so ausführlich wie möglich zu machen, was mir glaube ich auch besser gelungen ist als bei den letzten Einträgen.

1 Kommentar:

  1. Liebe Julia,
    Man merkt wirklich, dass dich diese Ausarbeitung mehr interessiert hat, als die anderen, für mich war's auf jeden Fall sehr interessant zu lesen! Gleich der erste Satz hat mich total überrascht, aber ich bin wirklicht von deiner Wahl begeistert! Diese "Männerargumente" musst du gleich vergessen, denn wenn man ein Ziel vor Augen hat und hart dafür arbeitet, dann kann man das auf jeden Fall erreichen, egal ob Mann oder Frau!
    Studienerfahrungen können auf keinen Fall schaden, vielleicht eröffnen sie dir dann auch später einmal Karrierechancen, die du sonst nicht gehabt hättest. Eine Horizonterweiterung ist es auf jeden Fall! Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und halte dir fest die Daumen, dass du wirklich einmal Feuerwehroffizierin wirst! Aber inzwischen kenn ich dich ja schon ein bisschen und ich habe so das Gefühl, dass wenn du etwas vor hast, dann ziehst du das auch durch! :-)

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