SchülerInnen gestalten Wandel

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Dienstag, 10. Februar 2015

Meine berufliche Zukunft

Was sind meine Pläne für die Zukunft? Habe ich überhaupt schon welche?


Bis zum Anfang dieses Jahres war ich mir ziemlich sicher was ich werden möchte: Eine Lehrerin. Doch im Laufe dieses Schuljahres wurde ich mir von Tag zu Tag unsicherer, ob ich das wirklich will.






Ich kann Sachen, die ich wirklich gut kann, anderen ziemlich schnell weitergeben bzw. beibringen. Wie z.B.: Ein Musikstück auf der Gitarre. Das macht mir sogar Spaß.
Viele Leute mögen es nicht vor großen Mengen zu stehen und zu reden...Aber ich mache so etwas liebend gern. Ich stehe gern vor Leuten und "unterhalte" sie, deshalb dachte ich, dass dieser Beruf sich für mich gut eignen würde.



Wie gesagt, bin ich mir jedoch nicht mehr sicher ob ich das wirklich will, denn wenn ich eine Lehrerin werden würde, wäre ich mein ganzes Leben lang in der Schule und genau das will ich eigentlich nicht. Ich würde mal gerne was ganz anderes ausprobieren. Ich habe da so manche Träume bzw. Ideen im Kopf was das sein könnte, doch die sind noch so "wackelig" und schwer zu erreichen, dass ich sie lieber für's erste für mich behalte ;) .




Für's erste will ich mal die Matura positiv abschließen und dann will ich auf jeden Fall auf eine Uni gehen oder eine Ausbildung an einer höheren Schule als ein Gymnasium machen.


Fühle ich mich unter Druck gesetzt, weil ich noch nicht genau weiß was ich nach der Matura machen werde?

Diese Frage beantworte ich mit einem "Jain". Einerseits denke ich mir, dass es nicht so tragisch wäre ein Studium anzufangen und es wieder abzubrechen, um etwas anderes auszuprobieren falls mir auffällt, dass mich mein Studium doch nicht interessiert. Aber andererseits (und das hört sich jetzt vielleicht komisch an aber:..) finde ich, dass das Leben viel zu kurz ist. Deshalb würde ich gerne so schnell wie möglich mit der Schule fertig werden und einen Beruf haben der mir  wirklich Spaß macht und den ich auch wirklich ein ganzes Leben lang ausüben kann/will. Kurz gesagt: Ich würde mich gerne so schnell wie möglich ins Leben "hineinstürzen".


Wer oder was beeinflusst mich am meisten und wer ist mein wichtigster Ansprechpartner?

Ich versuche mich so wenig wie möglich von Leuten beeinflussen zu lassen.




Meine Mutter meint zum Beispiel, dass ich zu erst mal ein Diplom und einen Job in der Tasche haben soll und dann erst versuchen soll meine Träume zu verwirklichen. Sie war ziemlich glücklich als ich früher gesagt habe, dass ich Lehrerin werden will. Auch ihr habe ich erzählt, dass ich diesen Job nicht mehr wirklich will. Davon war sie nicht so begeistert. Natürlich hat sie zum Teil recht. Sie will ja einfach nur, dass ich einen guten Job habe und auf eigenen Beinen stehen kann, falls sie einmal nicht mehr für mich da sein kann. Aber ich bin mir sicher, dass sie mich, egal was ich in der Zukunft machen werde, immer unterstützen wird.






Ich will einfach für mich selber entscheiden. Letztendlich werde ich mich sehr lange mit meinem Beruf beschäftigen, deshalb will ich das machen was ich will und nicht den Berufsweg einschlagen den andere für mich wollen. Und wenn sich dabei herausstellt, dass es ein großer Fehler war oder wenn es mich dann nicht mehr freut, dann sei es eben so. Wenigstens habe ich dann ein reines Gewissen, dass ich es wenigstens versucht habe und man lernt ja am Besten aus seinen eigenen Fehlern ;)






Deshalb habe ich keinen wirklichen Ansprechpartner. Ich rede nicht einmal gerne mit meinen Freunden offen über dieses Thema.
Die einzige Ansprechpartnerin die ich mir Vorstellen könnte wäre meine Tante. Sie unterstütz mich immer in allem was ich mache und versucht nicht mich zu einem anderen Job zu überreden :)

Welche Rolle spiel die Schule & die Informationen die ich im Rahmen der Berufsorientierung bekomme?

Ah, ich wünschte die Schule hätte einen besseren Job in der Unterstufe gemacht was die Berufsorientierung betrifft. Wenn sie mir klar gemacht hätten welche Chancen ich in anderen Schulen hätte und welche Art von Schulen es in Wien noch gibt (außer der HAK, einer Lehre etc.), wäre ich heute vielleicht nicht in der Geringergasse. So gern ich meine Schule auch habe: Wenn ich nochmal entscheiden könnte, würde ich wahrscheinlich in eine Kunstschule gehen. Meine Talente liegen nun mal im künstlerischen Bereich und sind in dieser Schule nicht wirklich angesehen. (Natürlich gebe ich nicht nur der Schule die Schuld. Ich hätte mich auch besser erkundigen können, aber das war mir in diesem Alter nun mal nicht klar).




Vielleicht wäre es gut in den Schulfächern, Studienrichtungen oder Berufsmöglichkeiten zu besprechen. Es wäre meiner Meinung nach auch wirksamer zu besprechen durch welche Ausbildung/Möglichkeiten man an gewisse Berufe kommen kann, anstatt zum 100. Mal ein "Selbst & Fremdbild" auszufüllen.

Macht die Schule einen guten Job mich auf die Zukunft vorzubereiten oder ist alles was ich lerne irrelevant für mich?



Es ist definitiv nicht alles irrelevant was wir lernen. Allgemeinwissen ist natürlich sehr wichtig und ja ich bin froh sagen zu können, dass es einiges gibt, das für mich sehr interessant ist und das ich in meinem zukünftigen Leben nützen bzw. brauchen könnte/werde. Aber ich finde auch, dass in manchen Fächern der Lernstoff zu "viel" ist, sodass es einfach keinen Spaß mehr macht.


Wie stelle ich mir meine Zukunft nach der Schule vor? Wie wird das werden? Wovon werde ich leben und wo werde ich leben?

Puh, das ist so eine schwere Frage. Aber ich denke in letzter Zeit sehr, sehr oft darüber nach.
Ich sage einfach mal: Man kann sich die Zukunft/das Leben nicht genau Planen. Es passiert einfach. Jederzeit kann etwas passieren, das einem seinen Plan zerstört. Deswegen Plane ich meine Zukunft nicht wirklich. Ich mache mir zwar Gedanken darüber, aber, da wie schon gesagt, nicht alles immer nach Plan läuft warte ich es einfach ab und werde schauen ob es klappt.




Mein Leben nach der Schule wird mir wahrscheinlich eine Zeit lang komisch vorkommen, wenn ich nicht mehr jeden Tag meine Freunde, die ich schon seit Jahren kenne, sehe.
Aber es heißt ja nicht für immer "Goodbye" und ich denke man gewöhnt sich daran.




Ich will nach der Matura nicht gleich ausziehen oder in eine WG ziehen. Aber ich werde wahrscheinlich am Wochenende arbeiten und unter der Woche zur Schule gehen, denn ich will mit 18 keinem mehr zu Last fallen. (Auch wenn mich meine Mama nie als Last sehen würde)




Bis letztes Jahr wollte meine Mama, dass wir nach meiner Matura wieder zurück nach Istanbul ziehen. Jetzt will sie zwar nicht mehr nach Istanbul ziehen, aber mir kommt dieser Gedanke in letzter Zeit öfters in den Sinn.
Ich bin hier in Österreich aufgewachsen und ich lebe hier total gerne und mag es hier wirklich sehr, aber auch falls ich die Österreichische Staatsbürgerschaft eines Tages bekommen sollte, werde ich nie wirklich hier her gehören. Mein Aussehen und mein Name werden mich immer "verraten".
Istanbul ist einfach meine Heimat und ich bin dort immer glücklich, weil einfach meine ganze Familie dort ist und es für mich nichts schöneres gibt als mit ihnen zusammen zu sein. Es würde dort auch niemals jemand merken, dass ich im Ausland aufgewachsen bin solang ich es nicht erwähne. Ich könnte dort in der Gesellschaft einfach "untertauchen" und dazugehören. Deshalb könnte ich es mir vorstellen, wieder in meine Geburtsstadt zurück zu ziehen.
Auch wenn in Istanbul doppelt so viele Menschen wie in Österreich leben und der Verkehr der Horror ist, kann mich das nicht einschüchtern ;)




Ich wünsche mir einfach für meine Zukunft, den Mut zu haben meine Träume zu verwirklichen und von diesem Weg nicht abzuweichen.
Aber am meisten wünsche ich mir einfach Gesundheit und (mit meiner Familie und Freunden) glücklich zu sein. Das ist meiner Meinung das Wichtigste.








Beurteilungskriterium
Abstufungen
Analyse der persönlichen Situation
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Reflexion des Einflusses von außen (Eltern, Schule, etc.)
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Zukunftsreflexion
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig










Persönliches Kommentar:

Ich habe diese Aufgabe ausgesucht, weil ich mir schon lange, aber besonders in letzter Zeit sehr viele Gedanken über meine Zukunft mache. Ich habe mich bei jeder Frage bemüht, sie so ausführlich wie möglich zu beantworten. Ich denke die einzige Frage die auftauchen könnte ist was dieser "Traum" den ich habe nun eigentlich ist. Aber ich will das lieber für mich behalten. Ich rede wie gesagt nicht einmal gerne mit meinen Freunden oder anderen Schulkollegen darüber. Ich will es für's erste weiterhin nur mit einigen Familienmitgliedern teilen...


















































1 Kommentar:

  1. Liebe Elfi,
    Danke für deinen ehrlichen und ausführlichen Beitrag zu deiner beruflichen Zukunft! Folgendes möchte ich dazu sagen:
    1.) Zuerst einmal muss ich ein Missverständnis aufklären: Wenn man Lehramt studiert hat man noch 1000 andere Möglichkeiten andere Jobs zu machen als in die Schule zu gehen!! Ich kenne selbst viele Leute, die das Studium fertig gemacht haben und nie in die Schule gegangen sind. Die machen jetzt die verschiedensten Jobs, teilweise haben die auch gar nichts mit dem Bildungsbereich zu tun, also das sollte kein Hemmnis für diese Studienwahl sein! Du weißt, ich selbst arbeite auch nebenbei an der Uni und der Pädagogischen Hochschule und ich glaube ziemlich sicher, dass ich auch in der Schule aufhören könnte und einige andere Angebote wahrnehmen könnte. Das ist nur Einstellungssache! Heutzutage wechseln so viele Leute immer wieder einmal ihren Job, das ist der Normalzustand! Wer weiß, ob ich selbst immer Lehrerin am G11 bleibe...!
    2.) Du kannst studieren und deine Träume verwirklichen, denn kein Studium schreibt dir konkret vor, was du danach zu tun hast! Es gibt so viele Möglichkeiten und du wirst da sicherlich die richtige Entscheidung für dich treffen. Du bist so ein offener und engagierter Mensch, damit werden sich für dich automatisch Türen öffnen, die anderen grauen Mäuschen verschlossen bleiben...!
    3.) Und da ist es auch gut so, dass dich dein Name "verrät", denn du bist, wer du bist und das ist auch gut so! Dass du deine Identität aus mehreren Kanälen speisen und entwickeln kannst, ist eine Besonderheit, die so viele Menschen nicht vorweisen können. Du bist "transnational", an mehreren Orten zuhause, kannst so viele Erfahrungen machen, die anderen verwährt bleiben! Es ist leicht für mich zu sagen, dass du alle Idioten ignorieren sollst, die dich aufgrund deines Namens geringschätzen, aber im Endeffekt muss man wahrscheinlich so vorgehen. Jeder Idiot macht dich stärker und hilft dir dabei, dich besser zu kennen und zu wissen was du willst und wofür du stehst!
    4.) Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass du eine sehr gute Lehrerin sein würdest, das Handwerkszeug lernst du auf der Uni, aber deine Persönlichkeit zeichnet dich meiner Meinung nach für diesen Job aus! Du könntest für so viele Kinder ein Vorbild sein, das kann ich mir so gut vorstellen!
    5.) Wofür du dich auch immer entscheidest, ich bin mir sicher, dass du deinen Weg gehen wirst, egal ob in Österreich oder in der Türkei, du wirst deine Träume verwirklichen können, eben weil du es so sehr willst!

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