SchülerInnen gestalten Wandel

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Mittwoch, 13. Mai 2015

Arbeitsrecht

2.)  Ich habe Herr Professor Müller nach der Entlohnung als Berufsanfänger in der Forschung gefragt und er hat mir ein Nettogehalt von ca. 1200 Euro bei 20 h pro Woche genannt. Laut ihm sind Halbzeitanstellungen üblich und Arbeitgeber stellen lieber zwei Halbzeitarbeitskräfte an, als einen vollzeit zu beschäftigen.
Ich denke, dass die Arbeitszeiten in der Forschung sehr unregelmäßig, aber auch flexibel sein können. Experimente müssen zu fixen Zeiten in bestimmten Laboren durchgeführt werden, aber die sehr zeitaufwändige Auswertung der Messergebnisse kann auch zu Hause gemacht werden.
Ich glaube, dass die Arbeitsbedingungen von Betrieb zu Betrieb stark variieren. Ich hoffe später einmal in einem Umfeld zu arbeiten in dem meine Fähigkeiten anerkannt werden. Besonders schlecht können die Arbeitsbedingungen in Österreich ja nicht sein, da wir ein relativ arbeitnehmerfreundliches Arbeitsrecht und Kollektivverträge haben. Ich gehe davon aus, dass sich die Betriebe in denen ich arbeiten werde an diese Regelungen auch halten werden.

3.) 

SEHR WICHTIG

sicherer Arbeitsplatz
gutes Betriebsklima
Annerkennung eigener Leistung
Aufstiegsmöglichkeit
Selbstverwirklichung
hohes Ansehen im Betrieb


WICHTIG

guter Verdienst
Selbstständigkeit
Vereinbarkeit mit Familie
Möglichkeit zum Weiterbilden & Weiterentwickeln
flexible Zeiteinteilung


WENIGER WICHTIG

guter, persönlicher Kontakt zu den Vorgesetzten
Sinn sich im Arbeitsalltag überdurchschnittlich anzusträngen
Vergünstigungen
hohes Ansehen unter Freunden.

Sehr wichtig ist mir ein sicherer Arbeitsplatz, denn mir ist auch ein unabhängiges Leben sehr wichtig. Ich möchte meine eigne Wohnung finanzieren können und mich um mich selbst zu kümmern. Dafür brauche ich Geld und die Sicherheit, dieses nötige Geld auch immer zur Verfügung zu haben. Ich denke nicht, dass ich mich bei einem sehr unsicheren Arbeitsverhältnis trauen würde von zu Hause auszuziehen.
Ganz weit oben habe ich auch das gute Betriebsklima gelistet, weil man als Erwachsener sehr viel Zeit bei der Arbeit verbringt. Ich möchte mich dort wohlfühlen und nicht 8 Stunden am Tag unglücklich sein.
Die Anerkennung, Selbstverwirklichung und Ansehen im Betrieb sind Dinge, die mir schon immer wichtig waren. Ich bin jemand der sich gerne Mühe gibt und viel Zeit und Energie in eine Aufgabe steckt um ein möglichst gutes Ergebnis zu erziehlen. Ich denke, dass ich oft überdurchschnittliches Leiste und möchte auch, dass das anerkannt wird.
Die Aufstiegsmöglichkeiten sind deswegen unter "sehr wichtig" gereit, weil ich mit den von Herr Professor Müller beschriebenen Arbeitsumständen als Berufseinsteiger nicht zufrieden bin. Das Gehalt ist nicht unbedingt überragend, aber vor allem möchte ich nicht immer Teilzeit arbeiten und hoffe darauf möglichst schnell eine Vollzeitanstellung zu bekommen.
Weit weniger wichtig ist mir ein guter Verdienst. Ich möchte gut von meiner Arbeit leben können und will auch in Zukunft nicht auf gewissen Luxus verzichten. Ich möchte auch am Ende jeden Monats noch Geld übrig haben zum Sparen, aber ich muss kein Vermögen anhäufen.
Selbstständigkeit und die Möglichkeit zur flexiblem Zeiteinteilung empfinde ich als sehr angenehm und ich bin mir auch ganz sicher, dass mir das über weite Zeiten hinweg Möglich sein wird, aber sollte es mal eine Periode geben in der mein Arbeitsalltag strenger durchstrukturiert ist, komme ich damit auch zurecht.
Die Vereinbarkeit mit der Familie habe ich in diesen Bereich gegeben, da ich ja noch nicht weiß, ob dies für mich jemals von Bedeutung sein wird. Ich halte es aber generell für wichtig jungen Eltern die möglichkeit zu geben Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen.
Wie bereits erwähnt, ist für mich ein gutes Betriebsklima von großer Bedeutung. Darüber hinaus ist mir aber ein guter, persönlicher Kontakt zu meinem Vorgesetzten nicht wichtig. Ich erwarte keine direkte Gegenleistung für mein Bemühen, nur Anerkennung. Vergünstigungen sind mir überhaupt nicht wichtig. Die Annerkennung innerhalb des Betriebes und generell unter Kollegen ist mir um einiges wichtiger als unter Freunden.

4.) Zu Beginn werde ich wie ganz zu Beginn erwähnt vermutlich Teilzeit arbeiten. Jobs in der Forschung sind auch oft befristet, da man nur für die Mitarbeit an einem bestimmten Projekt angestellt wird. Ich hoffe möglichst bald in die Vollzeitarbeit wechseln zu können und wäre auch gerne fix angestellt.
Besonders unwohl würde ich mich als freier Dienstnehmer fühlen. Ich denke nicht, dass ich gut damit umgehen können würde, jedes Monat bangen zu müssen, ob ich meine Miete zahlen kann.

5.) Ich hoffe sehr, nie in die Situation zu geraten meinen Job kündigen zu müssen. Ich denke auch, dass meine Akzeptanz je nach finanzieller Lage variieren wird. Als erste Maßnahme würde ich vermutlich versuchen eine neue Stelle zu suchen, während ich meine aktuelle Arbeit behalte. Das könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen bei einem schlechten Klima zwischen den Kollegen.
Ich denke ich würde kündigen, wenn ich mich mit einem sexistischen Vorgesetzten konfrontiert sehe, der mir auf Grund meines Geschlechts keine Möglichkeit gibt mich zu beweisen und meint zu wissen welche einfachen Aufgaben mich als Frau nicht überfordern.
Ein weiteres absolutes No-Go ist Gewalt am Arbeitsplatz unabhängig davon, ob sie sich gegen mich oder einen Kollegen richtet. In diesem Fall würde der Kündigung aber auch gleich eine Anzeige folgen. Eine subtilere Art von Gewalt, die ich auch nicht akzeptieren möchte, sind Beschimpfungen jeglicher Art.

6.) Den Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit, der viele Menschen in die Selbstständigkeit treibt, kann ich gut nachvollziehen. Auch für mich ist Unabhängigkeit ein sehr wichtiges Lebensziel, aber in meinen Gedanken ist Unabhängigkeit unbedingt mit Sicherheit verknüpft und nicht mit der Unsicherheit der Selbstständigkeit.
Überrascht hat mich, das nur etwas weniger als 50% der Befragten angegeben haben, eine Marktchance erkannt zu haben. Womit verdient der Rest sein Geld? Haben sich die im nachhinein irgendeine Produktidee aud den Fingern gesaugt?
Ein Unternehmen zu Gründen um die Arbeitslosigkeit zu beenden kann ich als Motivation sehr gut nachvollziehen, allerdings überrascht mich der geringe Prozentwert nicht. Aus einem beschäftigten Verhältnis heraus in die Selbstständigkeit zu wechseln ist sicher leichter, da das essenzielle Netzwerk aus möglichen zukünftigen Kunden und Partnern vermutlich frisch und aktuell ist.

Ich denke nicht, dass die Selbstständigkeit etwas für mich wäre und ich sehe dafür zwei Hauptgründe:
Zum einen bedeutet für mich Selbständigkeit immer auch eine bestimmte Unsicherheit. Besonders wenn man mit einer völlig neuen Idee an den Markt geht und ein neues Unternehmen gründet, kann vieles schief gehen. Ich verlasse mich doch lieber auf ein monatliches Gehalt.
Zum anderen würde ich mich als leiter eines Unternehmens mit unglaublich vielen Dingen beschäftigen, die nicht unbedingt meinen Interessen entsprechen. Besonders zu Beginn, wenn ich noch wenige Mitarbeiter habe, muss ich die gesamte Unternehmensleitung selbst übernehmen und das Beschäftigen mit Recht, Wirtschaft und Personalfragen ist einfach nicht das, was ich beruflich einmal machen möchte.
Ich würde allerdings sehr gerne einmal meine eigene Forschungsgruppe leiten. Ich bin sicher, dass ich auch dabei mit vielen neuen Aufgaben konfrontierte werde, die nicht zu meinen Kerninteressen gehören, aber ich wäre selbst immer noch ein sehr aktiver Teil meiner Forschungen. Ich weiß überhaupt nicht so genau, wie das mit dem Leiten von Forschungsgruppen eigentlich wirklich funktioniert, aber es ist mir im Moment auch nicht so wichtig. Das ist alles noch sehr weit entfernte Zukunftsmusik.



1. Beurteilungsraster

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Bearbeitung A2 und A3
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Arbeitsverhältnisse und Kündigung
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Reflexion Selbstständigkeit
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig


2. Persönlicher Kommentar

Ich bin der Meinung, dass ich A2 sicher noch detaillierter bearbeiten hätte können, aber dass ich das durch die sehr genaue Begründung der Reihung der Aspekte, die mir im Beruf am wichtigsten sind wieder wett gemacht habe.
Zu den Ausgaben 4 und 5 ist mir nicht mehr eingefallen, aber ich habe alle Fragen beantwortet und mir Gedanken zu dem Thema gemacht.
Mit den Ich AGs habe ich mich ausführlich beschäftigt. Ich habe versucht die unterschiedlichen Beweggründe nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen und alles auf mich persönlich umzuwälzen.

Ich bin der Meinung, dass ich mich jetzt besser im Thema Arbeitsrecht auskenne. Ich freue mich, dass ich diesen Arbeitsauftrag gewählt habe, den das Arbeitsrecht ist meiner Meinung nach im Geschichteunterricht zu kurz gekommen. Bei der Arbeit, die wir damals zu dem Thema hatten bin ich ziemlich in der Luft gehangen. Nun konnte ich diese Lücken schließen.

1 Kommentar:

  1. Liebe Gabi,
    Ich finde, du hast sehr ausführlich gearbeitet und dich wirklich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich freue mich, wenn du das Gefühl hast, dass dir die Ausarbeitung auch etwas persönlich gebracht hat, das war nämlich das hohe Ziel meiner Aufgabenstellung ;-)! Deine Argumente kann ich sehr gut nachvollziehen, auch ich kann mir eher nicht vorstellen, selbstständig zu sein, denn die Sicherheit fehlt komplett. Wenn an einen Job hat, in dem man sowohl Freiheiten als auch Sicherheit hat, dann sehe ich das als optimal an. Ich hoffe, dass du nach deinem Studium schnell in der Forschung Fuß fassen kannst und dich nicht von einem prekären Projekt zum nächsten hanteln musst. Leider sieht der Unialltag oft so aus, aber gerade in der Forschung ist ja eine Anstellung an einer Uni nicht die einzige Option! Wohin es dich auch verschlagen wird, ich wünsche dir alles alles Gute und dass du dich und deine Vorstellungen verwirklichen kannst!

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