SchülerInnen gestalten Wandel

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Mittwoch, 25. März 2015

Armut in Österreich

Armut in Österreich

·         Was bedeutet Armut für dich?
Definition: Meiner Meinung nach würde ich einen Menschen als arm bezeichnen, wenn er Hunger leiden muss und/oder obdachlos ist. In der Lage zu sein sich ein Dach über dem Kopf zu leisten, aber nicht das täglich Brot, da das verdiente Geld nur für die Miete reicht, ist für mich eine Art von Armut. Jemand, der nur das an Kleidung besitzt, was er/sie anhat (nur dieses T-Shirt und diesen Rock/diese Hose), ist meines Erachtens mittellos. Jeden Cent umdrehen zu müssen und auf Grund dessen nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können bedeutet für mich ebenfalls bedürftig zu sein.

·         Wo gibt es Armut in deiner Lebenswelt?
Die einzige Armut, die mir begegnet, ist jene auf der Straße. Bettler oder Obdachlose, die mit einem beschriebenen Stück Pappe auf der Straße sitzen und um Geld oder Nahrung bitten, ist die alleinige Form von Armut, die ich kenne.

·         Wie gehst du mit offensichtlicher Armut um?
Menschen, die auf der Straße sitzen und betteln, gebe ich gelegentlich Geld. Ich finde es traurig, dass es in einem Wohlfahrtstaat wie Österreich Personen gibt, die betteln. Damit meine ich jene Menschen, die in Not geraten sind, weil sie ihre Arbeit verloren haben, durch Scheidung mittellos wurden oder durch Krankheit ihren Beruf nicht weiter ausüben können. Es sollte eine Möglichkeit geben, ihnen zu helfen, damit sie nicht auf der Straße landen.

·         Was hälst du von den sogenannten "Bettelverboten"?
Meiner Ansicht nach sind sie grundsätzlich gut. Denn somit sollen organisierten Bettlerbanden entgegengewirkt werden. Diese missbrauchen oft Minderjährige, um an Geld von Passanten zu gelangen. Mit diesem Verbot soll auch verhindert werden, dass Bettler Menschen auf der Straße belästigen, z.B. die Bettler sollen den Menschen nicht folgen, wenn sie sich weigern, ihnen Geld zu geben. Außerdem ist es in Österreich weiterhin erlaubt aus Selbstbestimmtheit zu betteln.

Österreichische Initiative oder Organisation gegen Armut
SOCIOS

Ziele: SOCIUS ist eine private Gemeinschaft, ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, aktiv den Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung von Menschen in Österreich aufzunehmen.
Zielgruppe: Die Zielgruppe sind Menschen, die manifest arm oder armutsgefährdet sind.
Name des Projekts: „Armut lindern“
Vorgangsweise: Sie wollen den Menschen direkte Hilfe anbieten, die nachhaltig den betroffenen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme behilflich sind. Es ist in jedem Fall eine Hilfe zur Selbsthilfe, die sie zur Verfügung stellen.
Grundsätze zur Armutsbekämpfung: Es ist wichtig, alternative, zweckmäßige Möglichkeiten anzubieten, welche dazu beitragen, das Leben für die betroffenen Personen besser finanzierbarer zu machen, damit das Risiko in manifeste Armut abzugleiten, verkleinert wird.
Definition von Armut nach SOCIOS: „Hinter dem Begriff Armut verbirgt sich ein multidimensionales Phänomen. Armut bedeutet oftmals nicht nur ein Mangel an Einkommen und damit kein Geld für das Nötigste zu besitzen, sondern zugleich auch nicht am Mindestlebensstandard teilnehmen zu können und gesundheitliche Beeinträchtigungen hinnehmen zu müssen. Armut bedeutet, keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung zu haben, der Mangel an Möglichkeiten sich zu bilden, sowie mangelnde Möglichkeiten zu politischer oder sozialer Mitsprache, und reicht hin bis zum vollkommenen sozialen Ausschluss.“

Dass es Initiativen wie „SOCIOS“ gibt, die gegen Armut kämpfen, ist ohne Zweifel großartig. Ich könnte mir vorstellen, mich ihr anschließen, um Seite an Seite gegen Mittellosigkeit zu kämpfen. Leider gibt es viele Menschen, die in die Armutsfalle geraten, weil sie krank oder arbeitslos werden. Auch kann es vorkommen, dass das Einkommen nicht ausreicht, um ein menschenwürdiges Leben zu führen. Armut kann jeden treffen.  

Beurteilungsraster:

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Auseinandersetzung mit Armut
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Reflexion Bettelverbot
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Analyse Initiative
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig

Persönlicher Kommentar:

Meiner Auffassung nach habe ich mich gewissenhaft mit dem Thema Armut auseinandergesetzt. Ich bin auf die einzelnen Fragen sorgfältig eingegangen und habe sie schlüssig beantwortet. Auch ist zu erkennen, dass ich genau gearbeitet und mir ausreichend Zeit bei der Beantwortung der Fragen genommen habe, 

1 Kommentar:

  1. Liebe Ines,
    Das von dir ausgewählte Projekt finde ich sehr interessant und auch sonst hast du dich gut mit dem Thema auseinander gesetzt. Mich hätte nur noch ein bisschen genauer interessiert, wie bei SOCIOS gearbeitet wird bzw. hättest du dich noch ein bisschen ausführlicher mit dem Bettelverbot beschäftigen können (siehe Artikel). Trotzdem gut gelungen!

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