SchülerInnen gestalten Wandel

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Dienstag, 13. Januar 2015

Meine Migrationsgeschichte:

Ursprung meines Fmiliennamens:

Badawi ist Arabisch und bedeutet übersetzt Beduine. Beduinen sind Nomaden, die in der Wüste leben von der ägyptischen Halbinsel Sinai leben. Wieso wir genau diesen Nachnahmen haben, weiß mein Vater leider nicht mehr genau. Ob wir von Beduinen abstammen oder ob das nur ein Titel ist, wissen wir nicht.

Wanderungsgeschichte meiner Familie:

Meine Großeltern lebten Großteils ihr ganzes Leben in Ägypten. Nur der Vater von meiner Mutter verbrachte eine große Zeit in Griechenland, aber kehrte immer wieder nach Ägypten zurück. Meine Mutter lebte vorerst auch nur in Ägypten und hatte nicht geplant aus Ägypten auszuwandern. Mein Vater hingegen besuchte viele Länder, wie zum Beispiel Holland, Österreich oder Saudi Arabien. Schließlich entschied er sich in Österreich zu bleiben und als er meine Mutter geheiratet hat, ist sie mit ihm hierher gezogen. Mein Vater lebt seit 1985 in Österreich. Meine Mutter kam erst 1995 nach Österreich.

Gründe/Motive zur Migration:



Mein Großvater ging nach Griechenland, da er in Ägypten eine Textil Fabrik hatte und aus Griechenland Materialien besorgte. Da er viele griechische Kunden hatte, verbrachte er auch einige Geschäfte dort, für die er etwas länger in Griechenland bleiben musste. Also waren es hauptsächlich berufliche Gründe. Doch seine Liebe zu Griechenland war auch ein Grund.
Mein Vater reiste nach seinem Studium und nach einigen berufstätigen Jahren in Ägypten in viele verschiedene Länder. Meistens wollte er die Länder nur besuchen, doch nach Saudi Arabien reiste er um zu Arbeiten. Er arbeitete dort zwei Jahre in einem Hotel als Rezeptionist. Als der Chef eine Lohnverkürzung anordnete, kehrte mein Vater nach Ägypten zurück. 1985 schließlich kam er nach Österreich und blieb zehn Jahre hier. Er wollte vorerst auf die Universität gehen um den Doktor Titel zu bekommen, doch das ergab sich dann nicht. Da man hier seine Ausbildung aus Ägypten nicht anerkannte, musste er die verschiedensten Jobs machen. 1995 heiratete er meine Mutter in Ägypten und nahm sie dann mit nach Österreich. Nachdem meine Schwester 1997 auf die Welt kam, hatten meine Eltern vor wieder nach Ägypten zurückzuziehen um ihr weiteres Leben dort zu verbringen, sobald meine Schwester das  Volksschulalter erreicht. Doch später entschieden sie sich anders. Sie wollten in Österreich bleiben, damit ich und meine Geschwister hier zur Schule gehen und vom Bildungssystem in Ägypten verschont zu werden. 
  

Was sich in unserem Leben änderte:

Dadurch, dass meine Eltern hier in Österreich geblieben sind, konnten ich und meine Geschwister unter besseren Bedingungen zur Schule gehen. Meine Eltern mussten zwar beide auf ihre hohen Abschlüsse verzichten und mein Vater musste sich durch viele Jobs schlagen, die man mit seinem Abschluss niemals hätte machen müssen, doch ihnen war die gute Ausbildung von mir und meinen Geschwistern wichtiger als das Geld. Außerdem müssen wir weit weg von unserer Familie leben, was nicht immer sehr leicht für uns ist. Doch wir haben hier ein schönes Leben und das Leben hier ist einfacher als in Ägypten, womit wir sehr zufrieden sind.

Was könnte mich dazu veranlassen im Ausland zu leben:


Die einzigen Gründe, die mich zum Auswandern bewegen könnten sind, dass ich wegen meines Jobs in ein anderes Land ziehen muss. Sei es, dass meine Arbeitgeber ins Ausland schickt oder dass ich von alleine in ein anderes Land ziehe, in dem meine Ausbildung sehr hoch gefragt ist. Dabei wäre mir aber wichtig, dass ich im Land in das ich ziehe ein ebenso schönes Leben kann, wie es hier in Österreich möglich ist. Ein anderer Grund zum Auswandern wäre meine Familie. Dabei müsste ich aber bevor ich den Entschluss fasse sicherstellen, dass ich einen guten Arbeitsplatz dort bekomme und das meine Kinder eine Chance auf eine gute Ausbildung haben. Die beruflischen Gründe würden den Gründen meines Großvaters entsprechen. Das mir wichtig ist, dass meinen Kindern eine gute Ausbildung bekommen, entspricht den Vorstellungen meinen Eltern, als sie auswanderten. 

 Bevorzugte Auswanderungsländer: 

Wenn ich einmal auswandern möchte, würde ich bevorzugt nach Deutschland, England oder Ägypten auswandern. Deutschland würde ich aussuchen, da ich die Sprache dort schon beherrschen würde und mir dadurch leichter fallen würde einen Job zu finden. Sonst würde ich nur in ein englischsprachiges Land ziehen. Da würde ich England bevorzugen, da ich in Europa bleiben möchte und ich schon immer gerne nach England wollte. Nach Ägypten würde ich nur auswandern um näher bei meiner Familie zu sein. Da würde mir aber wichtig sein, dass ich mir dort ein schönes Leben sichern kann, sonst würde ich in Österreich bleiben.

1. Beurteilungsraster:
 

Beurteilungskriterium
Abstufungen
Recherchentiefe
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Beantwortung der Fragen
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig
Persönliche Reflexion
sehr ausführlich
ausführlich
ausreichend
minimalistisch
zu wenig


2. Persönlicher Kommentar:

Ich finde, dass mir die Aufgabe gelungen ist. Dadurch, dass ich über meine Familie geschrieben habe, konnte ich freier schreiben und dadurch viel mir das Schreiben auch wesentlich leichter. Ich habe versucht die wesentliche Information einzubringen und habe alles was ich herausfinden konnte und was auch zur Aufgabenstellung passt erwähnt. Was mein Familienname eigentlich bedeutet, habe ich jetzt auch erst zum ersten Mal erfahren.  

1 Kommentar:

  1. Lieber Ahmed,
    Danke, dass du deine Familiengeschichte so detailreich in deinen Beitrag schilderst! Das Lesen fand ich sehr interessant, vor allem der Teil, in dem du über die verschiedenen Motive der Auswanderung in deiner Familie schreibst. Es ist faszinierend zu lesen, welche unterschiedlichen Migrationsgründe es innerhalb einer einzigen Familie geben kann. Auch wird ersichtlich, dass Auswanderung - gerade nach Österreich - auch Opferung der eigenen erfolgreichen Zukunft und nicht Anerkennung von guten Ausbildungen bedeuten kann. Es verärgert mich immer wieder, dass MigratInnen mit guten Bildungsabschlüssen in Österreich oft nicht ihrer Ausbildung entsprechend arbeiten dürfen. Das ist wirklich menschenverächtend und sollte sich möglichst schnell ändern!
    Man merkt, dass es dir leicht gefallen ist, von deiner Familie zu erzählen, denn du hast sehr flüssig geschrieben und bist super auf die Fragen eingegangen! Ich bewerte deinen Beitrag auf jeden Fall viel besser als du! Super gemacht!

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